Wir sind im Nationalpark Petkeljärvi, immer noch ganz im Osten Finnlands.
Hier brauchen wir nicht lange komooten, hier gibt’s Tourenvorschläge und Schilder und wir müssen nur noch los laufen.

Schade, dass es heute so bewölkt ist. Wir haben sogar Regenjacken dabei.


Für das nächste Foto wollte ich Leonardo Di Caprio nachstellen: Titanic, wo er mit seiner Rose am Bug ist und ruft: „ich bin der König der Welt“
Gerd konnte das leider fotografisch nicht so umsetzen, wie ich das wollte, drückte im falschen Moment ab und so braucht man ein bisschen mehr Phantasie, um es zu erkennen….

Wie immer, wenn es nass von unten wird: Bohlen

Woanders verlieren die Bäume Blätter, hier verlieren sie ihre Rinde. Muss mich mal beim Fachmann schlau machen, ob sich Bäume (Kiefern) häuten?

„Blaubeere an Rentierflechte“,

von weitem betrachtet könnte man es Brokkoliflechte nennen.

„Grauschaf an Rentierflechte“

„Sabine an Brotzeitbank“ , gefühlt der einzigen im Nationalpark.

Die „Bäume“, die im Moor wachsen, sind die gleichen Arten wie im Wald, nur durch den anderen Untergrund bleiben sie klein. Manchmal wie im Miniaturland.

Und dann geschah das Unerwartete: 360° und kein See. Huch!
Nächster Tag, schönes Wetter.
Wir fahren mit dem Rad nach Ilomantsi, 23km entfernt. Dort haben wir für 14 Uhr einen Platz in einem Lokal bestellt, wo es ein karelisches Buffet gibt.
Ilomantsi hat ca 5000 Einwohner und leidet darunter, dass die Grenze zu Russland geschlossen ist. Finnland hat mit Russland rege Exportgeschäfte betrieben.
Attraktionen hier sind eine evangelische und eine orthodoxe Kirche.
Zuerst die evangelische

Wie immer hier mit externem Glockenturm

Das Innere ist gerade frisch restauriert, es ist neu, aber nicht modern. Alte Gemälde neu zu malen und Kirchenbänke erneuern macht -natürlich ist das nur meine Meinung – keine attraktive Kirche draus. Mir gefällt sie nicht.

Dann die orthodoxe Kirche


Mit einem sehr alten Friedhof um die Ecke.

„Galeria“ ist anscheinend auch in Finnland insolvent

Aber die Häuser haben allesamt bessere Zeiten gesehen. Dass alles erst seit Ausbruch des Ukrainekrieges so „gealtert“ ist, glaub ich fast nicht.

Pünktlich 14 Uhr finden wir uns in dem Restaurant ein

und essen gefühlt bis wir platzen, karelische Köstlichkeiten.

Bei der Produktion der Piroggen darf man zuschauen.


Zum Nachtisch Beerengrütze, von der allein man sich hätte satt essen können. Leider geht nun wirklich gar kein Nachschlag mehr.
Finnen lieben Kaffee und der hier ist ausgezeichnet.

Kugelrund müssen wir die 25 km wieder zurück. Noch 19 km zur NationalparkGRENZE!…
… haben keinen Spaß gemacht. Soooo voll….

Nur der Seeblick ab und zu muntert mich auf.

Nach über 50 km und 500 Hm, man glaubt es kaum, alles ist platt hier und dem karelischen Buffet sind WIR platt. Höhenlinien? Höchstens am Bauch.