Polen to go

Als wir den Beschluss gefasst hatten, über Langeoog und Hagen nach Hause zu fahren, denken wir nicht mehr groß über „Schönheiten am Weg“ nach. Zuerst schnurstracks nach Polen.

Die erste Grenze, an der ALLE (mehrspurig) raus gewunken und viele richtig gefilzt werden. Und wir haben schon viele! Grenzen passiert (Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen).

Wir sehen vertrauenswürdig aus, dürfen nach kurzem „check“ weiter.

Ein großer Schwarm Zugvögel schwebt am Himmel. Faszinierend wie die Vögel es schaffen nicht zusammen zu stoßen. 

Sofort nach der Grenze „fehlen“ die Schlaglöcher, die Straßen sind voller Lkws, die dann Richtung Kaliningrad, der russischen Enklave abbiegen.

Komisch, was wohl Litauen mit Russland noch für Handel betreibt?

Auf der Durchreise machen wir Station an einem See in Pobondzie.

Heute Abend gibt’s Kartoffeln, Bratwurst und Dip.

Wir reisen weiter, eigentlich eher „wir durchqueren Polen“. Ich belese mich, was Polen so alles schönes aufweist und stelle fest, dass natürlich viele Sachen zwar toll, aber zu weit weg wären (Auschwitz, Karpaten…) und nur Masuren auf dem Weg wäre.

Aber irgendwie wollen wir nun die Reise abschließen und in Langeoog ankommen.

Polen wird ein eigenes Ziel bleiben.

Und nicht alles hier ist schön: plattes Land, platte(n)Bauten. Interessant, aber nicht hübsch. 

Wir kommen direkt an einer der Hauptattraktionen Polens, der Marienburg, Malbork, vorbei.

Die größte Backsteinburg der Welt. Und die ist echt groß.

Eine Führung dauert 3,5 Std. Bestimmt mega interessant, aber wir begnügen uns mit der Außenansicht.

Gewitter im Anmarsch

Und weil die Preise in Polen endlich mal wieder akzeptabel sind, gehen wir abends schön essen. Sehr lecker! Geführt von ein paar jungen Leutchen, alle total bemüht, nett, klasse! Restaurant Momo. Würden wir wieder vorbei kommen, wäre ein weiteres einkehren dort Pflicht.

Lokales Bier, lokales Essen, alles gut, nur beim Digestif haben sie „geschwächelt“. „Nur“ ekliger Vodka. Gerd nimmt es trotzdem auf sich 😉

65€ für Aperitif, 2 Gänge, Vodka. Nachspeise ging nicht mehr rein. Schade.

Unser Schlafplatz, bevor wie zum Essen gegangen sind. Das Tor ist offen.

Kleiner Schock, als wir um 21:30 Uhr zum Grauschafmobil zurück wollen. Das Tor ist von innen verschlossen. Gut, dass am Handy ne Taschenlampe ist. So können wir durch das Tor innen blind rumfummeln und kriegen es auf. Schlaf gesichert!

Geschlossen!

Am nächsten Tag durchqueren wir Polen bis fast an die deutsche Grenze. Kurz vor Swinemünde, der Garten der „Villa Danuta“, direkt am Stettiner Haff.

Absolut klasse, dort vorne zu sitzen…. Bis die Mücken uns rein schicken.

Ein weiterer Fahrtag folgt, dieses Mal durch Deutschland, das uns mit Dauerregen aufs Feinste empfängt. Danke dafür! 

Unser Langeoog Logistik – Plan: Fähre ab Bensersiel Freitag um 13:45 Uhr, also die Nacht davor irgendwo nicht zu weit von Bensersiel entfernt. 

Es wird ein super Landvergnügen Platz auf einem „Bauernhof“, der gar keiner ist. Sehr nette Frau, sie zeigt uns ihr Reich, das aus ein paar Hühnern, alt legen also nicht mehr, 2 Laufenten, 2 Minischafen, 2 Kois im Teich besteht. 

Sie stellen auf ihrem Hof 2 Womostellplätze zur Verfügung, weil sie selber Womocamper sind und sich freuen, anderen einen guten Platz  anzubieten.

Nachdem sie keine Produkte hat, ist der Hofladen nur sehr spärlich „besetzt“ und wir nehmen 2 lokale Biere gegen eine Spende in die Kasse. 

Bei ekeligstem Dauerregen geht es am nächsten Morgen die paar Kilometer bis Esens, wo wir unser Grauschafmobil noch leer machen. 

Es bleibt die nächsten 4 Tage auf einem Parkplatz. Langeoog ist Auto- und damit auch Womofrei. 

Wir hoffen, alles geht gut und die Räder sind noch da, wenn wir zurück kommen.

Karin, Henning, Langeoog? Wir sind bereit!

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