Oststeiermark, Pöllau mit und ohne Berg
Nach 2 Nächten müssen wir uns schweren Herzens von diesem Platz verabschieden. Nächstes Mal kommen wir wieder, wenn der Buschenschank offen hat. Nur Wein kaufen macht auch nicht glücklich. Aber er ist seeeehr gut! Vor allem der Sauvignon blanc… Mmmmh!
Der Start in den Tag verläuft „erfolgreich“.
Ich checke meine Mails – oh, Post vom Finanzamt. Und erstmalig hat sich die Steuersoftware kräftig zu unseren Gunsten geirrt. Der Kontostand ist „hübsch“.
Weiter geht’s: Normalerweise treibt einem die Spritrechnung die Tränen in die Augen (Österreich, Diesel 2,23€). Extrem schlau wie wir sind ;), fahren wir dieses Mal nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto über die Grenze nach Slowenien. Sprit 1,92€. Gut gemacht!
Gegenüber ist ein Supermarkt. Ob Lebensmittel hier auch günstiger sind?…
Und dann wollen wir dort am liebsten den „ganzen Laden“ kaufen.
Alles ist hier viel günstiger als in Deutschland. Und bei uns wirkt ja immer noch der Finnland, Baltikum – Preis – Schock nach.
Finanzamt, Spritpreis hat uns schon Freude gemacht. Und nun auch noch eine fast (50ct hat das Wasser gekostet) kostenfreie Entsorgung- / Versorgungsstation.
Das ist hier keine Routine, denn bei Landvergnügen Plätzen kann man natürlich nicht das Klo ausleeren und (Spül-, Dusch-, Abwasch-) Wasser loswerden. Perfekt. Wir sind gerüstet für 3 weitere Nächte.

Leider widerlegt unser nächster Stellplatz das Landvergnügen – Motto „schöner steht man selten“.
Wir melden uns (telefonisch) bei einem Winzer an und landen mitten im Ort, mit Durchfahrtsstraßen-Anbindung auf einer Miniwiese. Es gibt Wein. Ja. Es war mal n Buschenschank. Ja.
Jetzt wohnen 2 Männer in einer Art „betreutem Wohnen“, so nennt es jedenfalls Marianne, die nette, freundliche, seeeehr kommunikative Wirtin mit extreeeemem Steiermark-Slang.
Mit ihnen, den beiden Männern, dürfen wir Toilette und Dusche teilen. Putzen gehört zur Betreuung anscheinend nicht dazu.
Einer der beiden scheint einen Seifen-tick zu haben. X angefangene Seifen liegen herum. Außer einer kurzen Dusche meide ich das Bad.

Achtung! Nächstes Bild mit Ekelfaktor hoch 10: die Klobürste

Marianne schwatzt uns eine Flasche „Sturm“ auf. We call it „Federweißer“. Geschmacklich geht er so, wir sind beide nicht diiie Federweißer-Liebhaber. Die andere im Hofladen erstandene Flasche Roter Zweigelt ist hoffentlich besser.


Immerhin kann man draußen, alle Nachbarn sehen mit, in der Abendsonne sitzen und den Sturm probieren.
Nächster Morgen: weiter n Stück nach Norden. Pöllauberg. Wieder n Winzer. Landvergnügen, Weingut Allmer. Wieder hat der Buschenschank zu. Ok, dann bleiben wir eben 2 Nächte und gehen morgen „essen“…. und trinken.

Die Gegend ist hügelig, erinnert uns ein bisschen an daheim.
Ich hab’s gewusst! Daaa oben muss ich hin.

Merkwürdig: mitten im Hauptgang der Kirche stehen fette Säulen.

Auch hier noch der Erntedankschmuck.
Von PöllauBERG geht’s runter nach Pöllau (ohne Berg), aber mit Kirche, die mit Größe und Grundriss an den Petersdom erinnern soll.

Beeindruckend, würde ich sagen. Geschmackssache. Mein Geschmack ist es nicht, dieses barocke überladene goldige Engelchen – Gedöns.


Am besten hat mir das Foucault’sche Pendel gefallen.

Nachdem die Kirche quasi „versteckt“ im Innenhof und dann noch umgeben von einem Kloster ist, gibt’s kein vernünftiges Foto von außen. Drohnenbild wäre wieder perfekt…


Als wir unser Grauschafmobil – „Ziel“ erreichen und uns mit unserem Gastgeber bekannt machen wollen (vormittags war nur der Vater da) werden wir mit „wollt’s ihr auch nen Spritzer?“ begrüßt.
Lustige Runde mit Vater, den wir ja schon kennen, Sohn, 30 Jahre, die Gratulationsschilder stehen noch überall, und nem anderen jungen Mann. Alle locker drauf, n Fläschchen Spritzer (Weinschorle) in der Hand.
Kurzer Ratsch, nicht alles verstanden, der Dialekt ist echt heftig, dann geht’s für sie wieder an die Arbeit und für uns zum relaxen.
Wie schreibt unser Ortelius – Antarktis – Bekannter Mike immer? „Life is good“
Tourenplanung im Weinberg

Genusscard-Tour, weiß der Geier, warum die so heißt?! Ein Genuss sind zweifellos die schönen Sonnenblumen.

Und die eigentümliche Garten-Deko. Auch Genuss?
Bild Huhn Ei

Natürlich sind die Höhenmeter wieder inklusive. Heute 700, aber die von gestern haben mir besser gefallen.

Am See machen wir einen kleinen Schlenker mit einigen Höhenmetern zusätzlich, weil wir Brot brauchen und vom See gleich in den Ort hoch fahren… Um dort nach erfolgloser Suche nach nem Bäcker oder Supermarkt festzustellen, dass die einzige Einkaufsmöglichkeit unten am See gewesen wäre… Tja, man hat’s ja, den Strom, die Beine, und die Nerven…
Dafür dann aber auch das Brot für die (späte) Brotzeit.

Dann geht es oberhalb von „unserem“ Weingut Allmer vorbei. Dahinter im Weingarten steht unsichtbar versteckt, unser Grauschafmobil.

Heute hat der Buschenschank wieder offen und wir müssen nicht kochen.

Am Punkt „G“ ist unsere Unterkunft in den Weinbergen.
