Jetzt geht’s loooos

Mittwoch 1.April: Der Countdown ist endlich abgelaufen. Unser Grauschafmobil darf wieder fahren. 

Wir hatten einen Plan:

Zunächst nur für zwei Übernachtungen an den Bodensee, Karfreitag zurück, um uns Ostern nochmal mit Nico zu treffen. Mein „Mama – Gewissen“ hat es irgendwie nicht zugelassen, dass wir zu Ostern, an Nicos Geburtstag und rund um seine Knie – OP nicht da sind.

Also wenigstens Ostern zurück nach Hause und falls wir irgendwas vergessen haben, können wir noch nachrüsten.

Leider haben wir den Plan ohne Petrus gemacht. Irgendwie interpretiert er das Wort „Frühling“ anders.

Statt loszufahren machen wir einen Schneespaziergang.

Planänderung. Es geht Dienstag nach Ostern los und wir kommen dann eben nicht wieder zurück sondern starten gleich für länger durch. 

Endlich ist auch das Wetter frühlingshaft angesagt.

Als letztes kommen die Fahrräder drauf. 

Schock! Mein Lenker stößt an das Heckfenster (Plastik). Ich seh uns schon alle lebensmittel – Reste wieder hoch in den Kühlschrank bringen und nen neuen Gepäckträger kaufen. 

Mit viel Mühe kriegen wir doch hin, dass ca 5cm zwischen Lenker und Fenster sind. 

Gerd ist optimistisch (und er hatte Recht), dass es diesen Mini – Abstand auch hält. 

Ganz ehrlich: so aufgeregt war ich noch bei keiner Fernreise. Fühlt sich extrem spannend an… 

Unsere 1. Nacht werden wir auf einem Obst – und Weingut schlafen. 

Unsere Ortskenntnisse, was Bodensee – Region betrifft, sind gleich Null. 

Unser eingebautes Autoradio mit Navi hat seinen 1. Auftritt. Der Auftrag: Hagnau 

Ok, die Frage der Routenführung , auf der Straße oder Luftlinie hätte ich nicht erwartet. 

Wir wählen die Option „Straße“ 

Und landen auf einem super Platz mit Blick auf Weinreben, als Nachbarn zwei andere Wohnmobile. Wir laden ab und erkunden per Fahrrad die Gegend. 

Zum See müssen wir natürlich auch.

Durch Meersburg

Und durch Obstbäume wieder zurück.

Einkauf im Hofladen: Cider und Apfelschnaps.

Und der gekaufte Cider wird sofort „vernichtet‘: bei Sonnenschein draußen auf den von der Klinikleitung und Geschäftsführung zum Abschied geschenkten Stühlen. 

Geht’s uns gut!!! 

An die Betten – eng, Kraxelei nötig, kalt – müssen wir uns noch gewöhnen und schlafen beide schlecht bis gar nicht. Naja wird schon.

Nachdem quasi jede Lücke hier ausgefüllt ist, stellt sich häufig die Frage „wo ist denn…?“ 

Irgendwann hoffen wir weniger Zeit mit suchen und mehr Zeit mit finden zu verbringen. 

Am nächsten Tag ziehen wir um auf einen Bauernhof auf dem Bodanrück. Wieder 2 Nachbarn und eine nette, kommunikative Bäuerin. Und: n Klo und Dusche. Wie n Campingplatz nur, dass er nur für drei Paare ist.

Womo abgestellt, rauf aufs Rad und „Riede, Moore und Weiher auf dem Bodanrück“ erkunden. 

So schön, kurz – kurz zu radeln und nicht zu frieren. 

Die Hauskatzen würden sehr gerne unser Womo von innen anschauen… 

Aber noch nicht mal von unserem „köstlichen“ Mahl bekommen sie was ab. 

Hier gefällt es uns so gut, dass wir zwei Nächte bleiben und, den Wetterbericht im Blick, der für die kommenden Tage nichts Gutes verheißt, dieses Mal auf die andere Seite des Bodanrück.

Entgegen unserer Erwartungen, dass wir als Womo Touristen hier nicht so willkommen sind, haben wir nur freundliche Begegnungen.

Mittagspause am Seeufer

Und weiter

Man merkt, Ostern ist noch nicht lange her. Ein prachtvoll geschmückter Osterbrunnen.

Idyllisch kann er auch, dieser Bodensee 

Einfach herrlich, ständig Blick und Aussicht auf Bodensee oder Weinberge. 

Morgen geht’s weiter Richtung Kaiserstuhl. 

Hoffentlich ist es nicht zu garstig mit dem Wetter. Bisher haben wir noch keine Wolke gesehen. 

PS : aber Gerd hat schon einen Mückenstich. 

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