Im Glasreich

Nachtrag zu gestern Abend:

Der Geldautomat hat einen 500 Kronenschein ausgespuckt, wir haben 100 Kronen gebraucht.

Leider konnte unser „Ken“ (so haben wir seinen Namen, wahrscheinlich falsch, verstanden) uns nicht 400 Kronen rausgeben. Wie erwähnt, die Schweden haben kein Bargeld.

Also kruschtelt er zwei 20€ Scheine raus. Wir sind nicht die ersten Ausländer ohne swish! Und gibt uns 40€ wieder.

Klasse, nun haben wir für das nächste Mal wieder keine Krone.

Hier tut man, wie in Amerika, oft das Geld in nen Briefumschlag, wahlweise selbst gebastelt aus ner Brottüte und – Eckart: aufgepasst! – Tesa! und dann in nen Briefkasten. 

Die Nacht über haben wir null komma null gehört. Kein einziges Geräusch und auch heute früh war es fast unheimlich still. Trotz Bauernhof kein Geräusch. Nur Vögel (und Klapper-Spülgeräusche) . Wie laut ist es da in Maria Rain?!

Schweren Herzens fahren wir trotzdem weg, denn die Gegend hier hat nicht viel zu bieten.

Wir nehmen „Ken“s Vorschlag Orrefors Glasbruk zu besuchen an. Ist nicht weit von hier.

Hier kann man den Künstlern bei der Arbeit zusehen. Absolut sehenswert!

Heute ist es Amy Krüger, die ihr Handwerk schwitzend ausübt.

Wir schauen ihr staunend zu. Und sind froh um die ca. 2 m Abstand. Wie heiß mag es für sie sein?

Ohne Handschuh, nur mit nem Asbest? Schutz am Arm hantiert sie mit der flüssigen Masse. Verrückt, wie präzise man wissen muss, wann die Masse noch flüssig ist, wann man was formen kann, abbrechen muss, usw.

Es werden vorher (gestern) geformte Glasfische z. B. in eine Tüte eingearbeitet,die am Ende genauso aussieht wie ne Tüte, die man beim Dehner bekommt, wenn man dort Fische fürs Aquarium kauft.

Ab und zu reicht ihr ein HiWi eine kleine gelartige Glaskugel, die sie einarbeitet.

In einem anderen Gebäude befindet sich ein Shop, in dem man die Werke kaufen kann. 

Es arbeiten hier verschiedene Künstler, deren Werke ausgestellt sind. Heute ist Amy Krüger dran. 

Lust auf eine neue Handtasche? 

Knapp 400€? Ok, heute keine neue Tasche. 

Früher war die gesamte Produktion hier. 

Man sieht noch die alte Fabrik 

Und ein Wirtshaus „Värdshuset“

Ein paar km weiter die nächste Glasbläserei.

Hier sind nur die Werke eines Künstlers.

Völlig anderer Stil.

Wahnsinn, wie hat der bloß Neptuns Haare gemacht?

Beeindruckend!

Weiterfahrt wieder ein Stückchen näher Richtung Stockholm. Dort in der Nähe müssen wir am Donnerstag (Fähre nach Åland) sein. Von Trelleborg bis Stockholm sind es ca. 800km. Ganz schön groß, dieses Schweden.

Manchmal erinnern uns auch die Straßen an Amerika 

Gerd hat uns einen schönen Platz raus gesucht an einem See am A… der Welt.

Der nächste Supermarkt? 15km? Die Straße hierhin: einspurig, kaum Ausweichstellen, 6km lang.

Ein Bad im See, viel wärmer als gestern die Ostsee!!

Gerd trägt heute auch sein „kleines Grünes“

Relaxen, Bier ist eingekühlt. Der Abend kann beginnen.

Temperatur 19 Uhr: 25 Grad

Letzte Nacht : 9 Grad

Mücken: eine im Wohnmobil, aber wir finden sie nicht… Und sie hat keinen Appetit (auf uns). Also darf sie bleiben.

Unser Moskitonetz hatte noch keinen Einsatz.

Link auf MyGoogle

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1bhLCCfMifGzBHfAHf27icJZz3YeVCxk&ll=52.66120591566313%2C15.23772330568081&z=5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert