Brändö im Doppelpack und fast ein Elch

Wenn man nicht weg fahren kann, wenn ein Platz soooo schön ist, dann bleibt man eben noch ne Nacht…

Wir warten auf die Fähre, die uns nach Brändö bringt. 

Brändö = ca 1200 Inselchen, insgesamt 450 Einwohner, verteilt auf 10 der „größeren“ Inseln. 

Wir sind ungefähr in der Mitte der (Haupt-)Insel Brändö.

Also fahren wir mit dem Fahrrad erst nach Norden und am nächsten Tag nach Süden.

Jeweils bis ans Ende der (Welt) Straße.

Mittsommerstange. Schade, dass wir 4 Wochen zu spät hier sind. 

Ålander Wertstoffhof 

Es gibt eine Karte im Internet mit den Standorten der Defis. Überall am Straßenrand sind Hinweisschilder, wo sich der nächste Defi befindet.

Unsere tägliche Windmühle 

Und die heutige Spüllocation 

In der gleichen Hütte war direkt neben dem Spülbecken eine Dusche. Toilette nur als Plumpsklo, ein Paradies für Mücken, die gnadenlos ausnutzen wenn man sich verletzlich präsentiert. Gerd hat bei einer „Sitzung“ acht! Stiche kassiert.

Am nächsten Tag der Süden von Brändö mit Kirche 

Innen mit obligatorischem Schiff 

Und hübscher? Fenster-Deko 

Auch hier geht’s von Insel zu Insel über Brücken und Dämme.

Ich spiel mal Nico und mache statt nem Panoramafoto n Panoramafilm, mehr oder weniger gelungen.

Umgeben von Schären 

Und dann? 

Gibt’s nicht! Aus dem Nichts! Ein Singletrail. 

Er endet abrupt an einer Treppe. 

Nach einem kurzen Marsch 

Wegende an einem Aussichtsturm 

Wenigstens mal n Hauch von oben gesehen. Es ist kein Tag vergangen, an dem ich mich nicht nach Nicos Drohne gesehnt hätte… Obwohl sie der Wind sicher an ihre Grenzen gebracht hätte.

Und auf m. Rückweg haben wir FAST n Elch gesehen. Fast, weil er sich bei näherem hinsehen als Reh entpuppt hat. Mist.

Das waren die Ålandinseln!

Åland – Fazit 

Weil alles selbst erklärend ist:

  • Absolute Ruhe hier, außer Seevögeln
  • Mücken in der Überzahl 
  • Mücken-Burner : Batterie alle 
  • Moskitonetz: die Schau! Keine einzige Mücke im Schlafzimmer 
  • Wind nervig, aber wo Wind da keine Mücken. Wir hatten also die Wahl. 
  • Super entschleunigend
  • Fast keine Überlegung: Was machen wir heute? Es gibt nur eine Straße.
  • Kein Stress, wo übernachten wir heute? Es gibt nur einen Übernachtungsplatz.

Es gibt EINE Straße, die man abradeln (oder fahren) kann, und es gibt ein paar „must sees“ 

Die Inseln punkten mit Natur pur, wohin man blickt, nur Meer, Schären und noch mehr Schären. 

EIN Campingplatz pro Insel 

EIN „Supermarkt“ pro Insel 

Wir haben es zwar nicht gebraucht, aber es hätte auch nur EINE Tankstelle pro Insel gegeben, jeweils dort wo auch der Landhandel ist. 

Wege drum herum gibt’s gar nicht, daher auch keine Möglichkeiten frei zu stehen. An den sehr wenigen Möglichkeiten, z. B an Kirchen, Badeplätzen stehen dann Schilder „no camping“. Stellplätze wie in Frankreich oder Schweden scheint es auch im Festland Finnland nicht zu geben. 

Also war die vergangene Woche ziemlich teuer.

Inselpreise für Lebensmittel natürlich schlagen auch zu Buche.

Und jetzt geht’s wieder aufs Festland

Heute erst mal Richtung Turku, dann Helsinki.

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