Unser Honig am Morgen. „Könnte mir bitte jemand einen Meißel geben?“ Kaaaaalt! Und genau darum wollen wir weiter nach Süden.

Wir landen am und im Doubs. Nie gehört? Wir auch nicht.
„Der Doubs liegt in der Region Bourgogne-Franche-Comté und ist ein Département im Osten Frankreichs, das größtenteils in das Jura-Massiv eingebettet ist und auf fast 170 km an die Schweiz grenzt.“ Quelle: Mapy
Abgesehen davon ist der Doubs ein Fluss.
Und an dem sind wir gerade. Unserem Plan, schnell Richtung Auvergne durchzustarten kam in die Quere, dass ich, während Gerd gefahren ist, im Reiseführer gelesen habe, dass es hier schön sein könnte.
Hab ich schon erwähnt, wie klasse das ist, wenn man einfach sagen kann „na gut, schauen wir mal“. Weiterfahren können wir dann immer noch.
Wir haben allerdings keine Ahnung, was man hier unternehmen könnte und suchen eine geöffnete Tourist info, die wir in einer ehemaligen Abtei finden. Alles nicht so einfach hier. Das Schild sagte „fermé“, unterwegs sieht man eh niemanden. Aber nachdem wir ratlos mit dem Rad (hahaha) vor der Tür standen und uns fragten, warum dort Öffnungszeiten 10 bis 18 Uhr stand, kam die Tourist Info Frau und testete, ob denn die Tür nicht aufgeht… Ok, sie hatte nur vergessen, das Schild umzudrehen. Kein Problem, wir waren sicher eh die ersten heute. Hat sie bisher nicht gemerkt..
So ist das hier.

Ganz andere Gegend hier

Haben wir das falsche Verkehrsmittel gewählt?

Und wenn: „no kill“ heißt zumindest, dass wir es überleben.

Ohne Trails geht es auch hier nicht. Zwar stand bei der Beschreibung 0,1m Singletrail, das schaff ich, allerdings haben die Franzosen das Messen nicht erfunden…. Es war ziemlich viel länger als 100m. Aber ok, ich hab mich widerwillig runter gekämpft. Und, meiner und Gerds Meinung nach gut geschlagen. Ohne meckern. Die Tour hatte ICH rausgesucht.


Mal wieder n Hindernis?

Schöne Landschaft, oder?

Und immer mal n Dorf, mehr oder weniger bewohnt. Eher weniger.

Nach der ersten Nacht hier haben wir morgens den Bäcker hupen gehört, schnell aufgestanden, zack, war er schon wieder weg.
Heute waren wir schneller – und haben es geschafft, Baguette und n Pain au chocolat zu kaufen.

Frühstück in der Morgensonne

Dafür hatte unsere Tour n unvorhergesehenes Hindernis bereit.
Eine Route barrée.

Gerd ist einfach mal an der Sperre vorbei gefahren, ich hab oben gewartet. Von unten hat er angerufen, dass ich dank schlanker Kraftfliege auf der abgerutschten Straße nachkommen kann und die Sperre nur für Autos gilt. Das ist unsere Interpretation.

Der Weg führt in ein keines Tal mit unspektakulären Quellen. Wir entscheiden uns für einen kleinen Umweg und ächzen zu kleinen Kapelle rauf.



Die Brotzeit – Bank ist besetzt, aber schöner Blick von hier.

Und Brotzeit unten an der Pont du Moulin, Grauschaf will kitschig „posieren“.

Noch n Verkehrshindernis: wie im Allgäu

Am Grauschafmobil angekommen: mit „Zwergenmantel“ und dieses Mal mit Akku, der nach 3 Touren Appetit auf Strom hat unter die Dusche. Da vorne sind nämlich außer Duschen auch Steckdosen.

Und dann in der Abendsonne lesen, apéritifen… Oder was auch immer. Heute waren es tagsüber so 25 Grad, letzte Nacht 14°C. Wohlfühl- Temperatur!

Gerd ist noch nicht ausgelastet und fährt/geht auf den Berg, den man hinter mir sieht.
So sieht die Welt von dort aus

Morgen starten wir einen neuen Versuch Richtung Süden. Mal sehen, was dabei rauskommt.