Neustart – „Gehen Sie über Los…“ – Richtung Auvergne

So, jetzt ist „nächste Woche“. Wir sind über „Los“ gegangen (Maria Rain), haben keine 4000 Mark eingenommen (hallo, wir sind Rentner! 4000?! Und „Mark“ kriegen wir auch nicht)

Die Fahrradhalterung, die wir bestellen mussten, weil es im Allgäu scheinbar keinen Händler gibt, der sich auskennt, wie man ein Fahrrad mit so einem dicken Rahmen befestigt, ist gekommen…. Und passt! 

Selbst von einem Telefonsupport- Mitarbeiter bei Thule (in Schweden?) bekomme ich die lapidare Antwort: Wir haben keine Halterung für 10 cm dicke Rahmen und als ich verschämt frage, was er mir für 9,5 cm empfehlen würde, falls wir nicht richtig gemessen haben, ist seine Antwort „dann würde ich Ihnen die empfehlen, die Sie haben.“ 

Danke fürs Gespräch. 

Eine neue Spülschüssel, die wegen Platzmangel eine faltbare Spül“tasche“ ist, reist auch ab sofort mit uns. 

Mit der Hoffnung, dass der Wetterbericht für die kommende Woche recht hat, fahren wir los. 

1. Etappe Bodensee, der gleiche „Landvergnügen“ Stellplatz wie vor 6 Wochen. Schließlich gibt’s dort im Hofladen den besten Cider der Welt (meine Cider Welt ist beschränkt) und extrem leckeren Apfelschnaps, geerntet quasi direkt von der Wiese vor unserem Womo und gebrannt im Hofladen. Habe versäumt, n Foto von der Distille zu machen.

Wir „überraschen“ sie beim kreieren einer neuen Saftsorte, leider noch nicht zum probieren geeignet, aber sie sind guter Dinge „kommen wir jetzt ins Fernsehen?“

Wir bleiben beim Cider. Na dann: Prost 

Grauschaf verträgt wohl nicht so viel 

Bei Nieselregen machen wir einen Spaziergang über die Wilhelmshöhe. 

Die Reben haben jetzt nicht nur große Blätter, sondern sogar schon kleine Trauben… Sehr kleine.

Lange hab ich nicht unter den Plantanen gesessen, eigentlich nur fürs Foto, Temperatur am Tag so 16°, nachts 6°C.

Gerd plant, wohin wir morgen fahren 

Und schon sind wir am nächsten Tag in Frankreich. 

Zum ersten Mal passiert es uns, dass wir einen Stellplatz aussuchen, um 14 Uhr ankommen und er ist schon voll. 5 Wohnmobile gehen hin, 5 stehen schon da. Mist! 

Wir fragen die France Passion-App erfolgreich nach Alternativen und ich rufe an, weil man sich anmelden soll … Ojeh ojeh, französisch telefonieren gehört zweifellos nicht zu meinen Kernkompetenzen. Obwohl Gerd meint, weil ich im Urlaub mein Busuu – Französisch – A2-Zertifikat bestanden habe, bin ich qualifiziert. Aber immerhin: Sandrine versteht, was ich will und wir sind willkommen. 

Unsere Räder stehen heute Nacht, wenn es wieder regnet, wenigstens im Trockenen. 

Das Dorf Abbévillers im Burgund hat schon bessere Tage erlebt. 

Viele leere, fast verfallene Häuser.

Aber immerhin werden wir persönlich begrüßt.

Und ne Bibliothek gibt’s auch. Klein, aber hier gibt’s auch nicht so viele Leute 😉 

Morgen, immer noch keine entscheidende Wetterbesserung, fahren wir ne größere Strecke, evtl so 200 km.

Frieren auf schöner Obstbaumwiese mit Vogelgezwitscher ist trotzdem „frieren“.

Sandrine hat gesagt, das französische Jura sei, dadurch dass es so hoch hinaus geht, kalt. Wir haben keine Lust auf weiteres Frieren und hoffen auf die Auvergne.

Und sie versorgt uns dafür mit leckerem Honig aus dem Dorf.

Lindenblüten- Honig. Hat allerdings ne Weile gedauert, bis wir „ausdiskutiert“ hatten, was „tilleuil“ heißt. Da reicht das A2-Zertifikat nicht. Linde = tilleuil“. Again what learned.

Hier sind wir jetzt

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