Von den Mönchen im Kloster Valamo nach Helsinki

Knapp 6 Wochen sind wir jetzt schon unterwegs und jetzt geht es wieder nach Helsinki.

Die anderen Teile Finnlands kommen bei einer anderen Reise dran. Wir haben das Gefühl erst mal genug Seen und Wälder gesehen (ge-seen) zu haben.

Der Morgen ist sonnig und das Kloster strahlt in der Sonne.

Die Mönche bietet einfaches Frühstück zu einem guten Preis an. Wir gehen morgens nochmal hin.

Unter Heiligenbildern hat Gerd noch nie gefrühstückt. Ich hab da mit meinen diversen Vierzehnheiligen- Aufenthalten da die Nase vorn.

Das Frühstück ist mit 14 Hlg. vergleichbar. Einfach und gut. Hat sich gelohnt. 

Beim Einkaufen stellen wir fest, dass die Finnen bestimmt nicht alle Pakete wie wir an die Haustür liefern lassen. Sieht irgendwie amerikanisch aus. Und es ist keine große Stadt. 

Pieksämäki, lustiger Name, hat laut Google 17.000 Einwohner. 

Unser heutiger Stellplatz toppt manch anderen mit 2(!) Seeblicken

Den Sonnenaufgang über dem „Schlafzimmerblick – See“ verpassen wir (Sonnenaufgang hier momentan 5:33 Uhr, nix für Rentner), aber abends (Wohnzimmerblick – See) sind wir noch wach.

Kleine Radrunde in die Umgebung

Felder: ein Bauer kommt uns, als wir ein Foto machen entgegen gesprungen. Woher wir kommen usw.. Er war vor 40 Jahren im Rahmen seines Landwirtschaftsstudiums auch in Deutschland. Und noch ein paar Einzelheiten, dass der Hafer, den wir gerade fotografiert haben noch nicht erntereif ist. Mit Geschmacksprobe.

Again what learned.

Brotzeit mit Seeblick.

Flüsschen gibt es auch

Kleines Restaurant

Und Erholung am Abend auf unserem super Platz. Wir suchen die Sonne.

Nachts haben wir die Decken ausgepackt. Letzte Nacht waren es 8 Grad.

Am Abend essen wir am Campingplatz n Burger, last minute, weil die Campingplatz- Frau und – Köchin schnell heim muss.

Finnland holt heute evtl eine Medaille bei der Leichtathletik EM.

Am nächsten Morgen strahlt sie. Die finnische Hammerwerferin hat Gold geholt. „Maybe the only finnish medal“

Unser Müsli hat heute Himbeeren. Am Wegrand gesammelt, es waren so viel dran, das hätte locker auch für Marmelade gereicht. 

Weiter nach Süden. 

Hier in der Nähe ist eine alte Skisprungschanze. Wir hätten sie sicher links liegen gelassen, aber:

Hier hat Audi vor Jahren den Werbespot gedreht, wo ein Audi Quattro eine Skisprungschanze hoch gefahren ist. 48°steil. 

Das war hier. Sie haben die Schanze extra dafür nochmal hergerichtet. 

Wir haben überlegt, ob wir nach Lahti reinfahren. Städte sind immer n Wagnis wegen parken und Rad-Klau.

In Lahti gibt’s eine super Konzerthalle, Sibelius-Halle, also fahren wir hin.

Wieder fühlen wir uns verfolgt von eingerüsteten oder geschlossenen Gebäuden.

Die Halle wird gerade von außen saniert und – es ist Freitag- kommendes Wochenende ist eine Ausstellung für getunte Autos unten in der Halle.

Sie bauen gerade auf. Wir mogeln uns rein, wo die Autos auf Schienen hoch fahren und sehen so wenigstens das Erdgeschoss von innen (ein bisschen)

Drum herum ist der Hafen, eine touristische Angelegenheit, eigentlich hübsch, aber nicht authentisch. Restaurantschiffe statt Fischerboote. 

Übernachtung südlich von Lahti, 55km von Helsinki entfernt, auf einer großen Wiese.

Zum Frühstück pflückt Gerd heute Mal rote und schwarze Johannisbeeren. 

Wir haben für Sonntag früh eine Fähre von Helsinki nach Estland, Tallinn gebucht.

So schließt sich der Kreis, der kein richtiger ist, weil wir ja in Turku und nicht in Helsinki in Finnland angekommen sind. 

Wir schauen uns in Helsinki den Universitätscampus Aalto an und machen dort einen Spaziergang. 

Lauter lustig gekleidete Finnen, die in eine Richtung strömen? Wir gehen auch mal hin. 

Verstehen tun wir nichts und fragen einen, was das für ein Event ist:

Die jungen Leute mit den weißen Käppis und normalen Klamotten sind die neuen Studenten.

Die „verkleideten“ sind die Tutoren, die sich mit Megafon auf einer Bühne vorstellen. 

An der Farbe des Overalls erkennt man = die „neuen“ die Fakultät.

Tolle Idee. 

Im Campus ein hölzernes Gebilde, bei dem bei Wind die „Klöppel“ aneinander dengeln. 

Und was ganz mechanisches, das man/frau auf Knopfdruck zum Leben erwecken kann.

Die Vorstadt Tapiola hat mich eher enttäuscht.

Das Kulturzentrum

Der (Kunst) Rasen wird im Winter zu Eis und man kann Eishockey spielen. Aha.

Beim letzten finnischen Bier, wir müssen unser Pfandgut noch weg bringen, verabschieden wir uns von Finnland.

Fazit Finnland

Viel Wald

Noch mehr Seen

2 schöne Nationalparks besucht 

Völlig entspannte Finnen

Kaum Verkehr

Glück mit dem Wetter gehabt. Eigentlich fast immer um die 20 Grad. Der Wind oft kühl,Temperaturen nachts zum Teil echt kalt, tagsüber aber immer angenehm. Wir hören die Hitzemeldungen aus Deutschland und sind froh über dieses Klima hier. 

Mücken genug, aber keine, DANKE MOSKITONETZ!, im Schlafzimmer.

Sprache: ojeh. Selbst nach 2 1/2 Wochen ist nur „kitos“ = danke hängen geblieben. Sie haben nicht EIN Wort für „Auf Wiedersehen“ sondern einen Wortschwall, den man nicht mal sofort nachsprechen kann geschweige denn sich merken usw.

Manchmal haben sie? wir? helle Momente und wir verstehen sofort 🙂

Lappland war ständig noch als Ziel in meinem Kopf, aber mit Blick aufs Wetter gut, dass wir es nicht gemacht haben. Gestern haben wir welche getroffen mit seeeeehr viel  Regen dort unterwegs waren (allerdings 9 Wochen). 

Morgen früh geht’s mit Eckerö Line nach Tallinn. 

Schade, unüberlegt, bekloppt, wie auch immer man es nennen will – wir haben keinen Reiseführer und keine Karte. Sind also auf Reiseberichte angewiesen. 

Allerdings soll es keine „wir erkunden das Baltikum“ Reise werden, sondern eher eine langsame Heimreise durchs Baltikum. 

Verbunden mit der Frage „wird es mal ein Ziel für eine kommende Reise werden?“ 

Wir werden sehen.

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