Noch 4x schlafen bis Åland… 

Mit fantastischem Meerblick genießen wir bei Sonnenuntergang, der hier um kurz vor 22 Uhr ist, den Abend mit einer Flasche Wein, dieses Mal einem Geschenk von Uta und Volker. Wir haben. insgesamt 3 Flaschen Wein dabei, jede wollen wir an besonderen oder besonders schönen Orten trinken. Dieser hier „erfüllt die Anforderungen“ 

Vielen Dank, war sehr lecker.

Die nächsten 2 Tage verlaufen unspektakulär.

Wir wollen uns Kapellskär annähern, mehr nicht

Vingåker, das „Ziel unserer Träume“.

Kleiner Spaziergang, hier gibt’s sogar ein Slot = Schloss.

Mit kleinem Garten mit hübschen Springbrunnen.

Das war’s dann aber auch.

Kein schöner Ort, aber wenigstens n hübschen Sonnenuntergang hat er zu bieten.

Die nächste Nacht verbringen wir auf einer Riesenwiese in Knivsta. Zum Mittsommer – Fest findet hier die große Sause statt. Heute ist es „nur“ ne ruhige Wiese…. Ruhig?

Das dachten wir, bis wir ausgestiegen sind.

Ziiiiiischschsch … Ein Zug, nicht laut, aber schnell ca. 100m hinter uns…..

… Was war das fürn Geräusch?

Wir schauen zum Himmel. Ein startendes Flugzeug.

Ziiiiiischschsch…. Der nächste Zug 

Blick zum Himmel: startendes Flugzeug. 

Ziiiiiischschsch… Ziiiiiischschsch. 

Zwei Züge, die sich genau hier treffen… 

… Das nächste Flugzeug, schon zu sehen, dann auch zu hören. 

Ich packe meine „flight radar – App“ aus. 

Wir sind anscheinend in der heutigen „Startbahn“ vom Stockholmer Flughafen Arlanda. Die starten, fliegen ne Kurve, genau über Knivsta, klasse! 

Mit der App kann ich wenigstens sehen, was es für ein Flugzeug ist und wohin es fliegt. Ein schwacher Trost. 

Gerd googelt: Nachtflugverbot? Gibt’s hier nicht. 

Ziiiiiischschsch… 

Lust, umzuziehen? Nein, definitiv nicht. Kein Bock auf weitere Suche. 

Wo wir beim googeln sind, fragen wir komoot nach ner kleinen Runde mit dem Fahrrad. 

Zu sehen gibt’s nicht viel. Fotos gemacht? 

Nur eins, wo Gerd unsere Räder durch Gatter schiebt, bei denen ich umgedreht wäre… 

Und eins mit der nächsten denkwürdigen Zahl

Und am Schluss der Tour, wo ich mir die Züge, die wir so schön hören können, auch mal angucken kann. So oft wie die fahren, dürften wir nicht lange warten müssen. 

Stimmt. Kaum fotografiere ich den Glockenturm der Kirche, gerate ich in Stress, der Zug kommt… 

Der Glockenturm muss warten, ist aber eh nichts Besonderes. 

Wir sind jetzt nördlich von Stockholm, an Uppsala vorbei im Uppsala län. 

Die letzte Nacht vor Åland. 

Die Hitze bringt uns fast um. Das ist Skandinavien? Leider finden wir keinen Schattenplatz für unser Grauschafmobil, dafür hat es eine traumhafte Aussicht. 

Wir sind in Norrtälje am Gästehafen. 

Mit unserer Brotzeit machen wir uns auf Schattensuche. Erfolgreich! 

Komoot darf wieder ne Rad-Runde suchen. 

Zunächst gut, durch Norrtälje, n netter Ort. Sauber, belebt, aber nicht zu voll. 

Mit ner Zugbrücke, die jedes Mal hoch geht, wenn n Boot in den Hafen möchte. 

Zufällig das Kajak vergessen? Dafür gibt’s den „Kajak-o-mat“. Ja, Fortbewegung auf dem Wasser ist wichtig. 

Es kommt, wie es kommen musste…

Echt jetzt, hier geht’s gefühlt voll platt dahin, aber trotzdem muss ich mich durch n Singletrail kämpfen, der – wann hat es eigentlich das letzte Mal geregnet? – durch n Schlammloch geht, so dass sowohl ich wie auch meine Kraftfliege hinterher aussehen wie Sau.

Beim Versuch, wenigstens mein Fahrrad vom allergröbsten zu befreien, finden wir uns in einer Wolke von 1000 – hungrigen- Mückendamen, die anscheinend eine Großfamilie zu versorgen haben. 

Sch… Überall juckt es… 

Der Mücken – Burner wird später noch mehrere Einsätze bekommen. 

„Unseren“ Dreck waschen wir bei einem Bad im See? Meer? ab. Ebenfalls keine Freude, wir sind im Wasser zwar nicht von Mücken, aber die Beine von Schlingpflanzen umgeben. 

Fazit: super Platz in nettem Ort, zu viele Mücken, die auch Einlass ins Grauschafmobil wünschen, allerdings zahlen dafür manche mit dem Tod.

Aber Topp – Sonnenuntergang.

Letzte Nacht vor Åland.

Kapellskär ist heute früh nur ne halbe Stunde entfernt.

Wir sind zu früh am Hafen.

Spannung steigt: was ist jetzt mit unserem Zwischenstopp?

Die Dame am Check-in erklärt uns

1. Dass wir ein Ticket nach Finnland haben und nicht vorgesehen ist, dass wir auf den Ålandinseln bleiben.

2. Dass wir ein Ticket haben, dass solche Umbuchungen nicht zulässt

3. Dass wir – freundlicherweise – gegen eine Gebühr von 2,95€ auf den Ålandinseln aussteigen dürfen, aber

4. Für die Weiterfahrt ein neues Ticket brauchen. 140 – 170€, z. T. mit Abfahrtszeit 2:30 Uhr… 

5. Ich bin echt ärgerlich, aber das juckt sie nicht, sondern führt nur dazu, dass sie uns eine Visitenkarte mit den Daten der Reederei gibt, um uns los zu werden … Wir sollen uns mit denen in Verbindung setzen.

Was ich sogleich tue. 

Das Schiff fährt eh erst in ner Stunde ab.

Die Mail ist bereits bei Finnlines angekommen.

Das Schiff an sich ist ein Kreuzfahrtschiff mit Autodeck.

Mal wieder merke ich, dass ich auf so ein Schiff nicht hin gehöre.

Yoga – lounge, mehrerer Restaurants, Bars, Spielautomaten Sauna mit Wellnessbereich, Swimmingpool, Kinderprogramm heute Nachmittag um 15 Uhr. NEIN!! 

Kaum Möglichkeiten, sich draußen aufzuhalten.

Überall wo man raus kann und das ist nicht oft, stehen und sitzen die Raucher.

Und überall Musikbeschallung. 

Sound on! 

Ein Königreich für Nicos Drohne.

Die Schären sind so flach, dass man sie auf nem Foto gar nicht gut erkennen kann.

Ärger mit Finnlines? Abhaken!  Freuen wir uns lieber auf die Ålandinseln, die uns mit Toppwetter empfangen, aber der Wetterbericht für Freitag, Samstag, Sonntag mehr oder weniger Dauerregen und null Sonnenstunden voraus sagt. 

Gut, dass wir Zeit haben. Gestern Abend haben wir uns mit welchen unterhalten, die genau eine Woche dort haben und dann gnadenlos wieder heim müssen. 

Geht’s uns gut? Ja! 

Erste Annäherung an die Inseln. Und Gegenverkehr. 

Åland, Gerd, Sabine und Grauschaf sind da!

Link zu MyMaps Google:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1bhLCCfMifGzBHfAHf27icJZz3YeVCxk&ll=60.20238877531696%2C19.62276250496302&z=10

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