Inselhüpfen

Wir starten bei Sonne. Das Wetter fast wie April, nur wärmer .. Alles flach hier. 

Der „örtliche“ bzw hier eher der Insel – Friedhof hat ein tolles Tor, da bleiben wir mal wieder stehen.

Wir haben einen Womo Blog gefunden, der eine kleine Wanderung auf Saareema vorschlägt.

Von Muhu nach Saaremaa geht’s ohne Fähre über eine Brücke. Pünktlich fängt es an zu schütten, so dass wir Wasser nicht nur rechts und links, sondern auch oben und vorne sehen.

Über Ministraße (Gerd muss fahren) und Schotter im Regen fahren wir zum Startpunkt und zack – hört es auf zu regnen.

Im Birkenwald

und sonstigem Wald

gibt es nicht nur Bäume, sondern unendlich viele hungrige Mücken.

Gut, dass ich Insektenspray im Rucksack habe.

Es geht durch das einzige Moorgebiet auf Saareema, also wieder über Bohlen.

Wir glauben im Nachhinein, die schönste Wanderung bisher.

Die Heide fängt langsam an zu blühen und gibt der Landschaft einen lila Hauch.

Auch wenn es zwischendurch angefangen hat zu schauern, das dauert hier durch den Wind nie lange. Es hat der Schönheit der Tour keinen Abbruch getan.

Nette Bushäuschen hier. Die Gemeinden dürfen sie selbst gestalten. Manchmal stehen Stühle drin, manchmal sind Nachrichten von Nachbar zu Nachbar und anscheinend gibt es sogar eins mit nem Schachspiel drin. Manchmal sehen sie einfach nett aus. 

Hinterher suchen wir uns zum ersten Mal mit der App der estischen Forstbehörde einen Platz.

Hier gibt’s im ganzen Land Möglichkeiten, kostenlos zu stehen. Natürlich ohne „Infrastruktur“ (Klo, Mülleimer, Wasser etc.) Einfache Plätze im Wald, meist mit Grillstellen und oft mit Bänken. Oft Ausgangspunkt von Wanderungen.

Als wir ankommen, ist es, wir stehen direkt am Meer (der Wald ist hinter uns), völlig einsam.

Dann kommen zuerst die Einheimischen mit unzufriedenen Kindern und giftigen Hunden. Dann die nächsten Wellen Touris, bis zu denen, die meinen, um 22:30 dann noch einen Schlafplatz suchen zu müssen. Wir sind nicht die einzigen, die diese App haben… Ruhe geht anders.

Muss morgen besser = einsamer werden.. Aber wenigstens der Meerblick ist uns geblieben 🙂 

Nach – wie fast immer in der Nacht – Regen verlassen wir diesen Platz, der so schön hätte sein können, aber trotz Meerblick!! von mir nur eine „4“ bekommen hat. 

Die Insel ist echt schön. Wir machen uns auf den Weg zur Hauptstadt Kuressare, 13.000 Einwohner. 

Der Blick ins Internet zeigt, dass wir hier nicht sooo lange Zeit brauchen werden. Außer ner Burg, und die nur von außen und überhaupt eigentlich nur von oben interessant ist, gibt es scheinbar nichts. 

Unterwegs stehen ein paar Windmühlen auf einem Haufen. Man könnte sie für 10€ p./P. von ganz nah sehen, aber wir legen das Geld lieber in Honig an, den es zufällig genau dort in einem Regal gibt, wo wir parken. 

Lustig! Jedes Glas hat ein eigenes Fach. inkl. Stein und man soll wenn man Honig kaufen möchte, das Geld unter einen Stein legen. Getan! 

Die Windmühlen sehen wir uns trotzdem an. Bevor ein voller Reisebus Touris ausspuckt. 

Kuressare, sofort Parkplatz gefunden, hat dann die besagte Burg mit dem tollen Burggraben. Von oben (ich will ne Drohne) sicher klasse. 

Und n paar nette Häuser, die an Schweden erinnern. Aufgrund der langen schwedischen Zeit in der Vergangenheit. 

Eine Skulptur haben wir noch entdeckt, im super Gegenlicht 😉 

2 Personen, Piret und Toll, die ein Boot voller Fische tragen. Die Sage dazu, die als Text darunter steht, hat mit der Skulptur nichts zu tun… 

Aber dann machen wir uns auf den Weg zum nächsten RMK Platz. Wehe, das ist wieder nur ne „4“.

Ok, der erste Eindruck ist „ok“ 😉 

Meerblick, wir stehen direkt am Strand. Könnten noch weiter vorne, aber da hätten wir uns schlecht vor dem Wind schützen können. (sagt Gerd. ICH wäre vorne geblieben…)

Die Tiere meinen, das könnte n toller Sonnenuntergang werden… Sie gucken direkt nach Westen.

Sie behalten Recht.

Da die Sonne auf der anderen Seite auf – wie untergeht, habe ich heute früh, als ich die Augen aufschlage, Meerblick.

Draußen ist es kalt, aber wir sind hart und frühstücken draußen (14 Grad)

Heute schiffen wir wieder aufs Festland. Unser Navi macht das mit einem netten Bild deutlich.

Mitten in Estland ist der Soomaa Nationalpark, unser nächstes Ziel. Ohne große und kleine Highlights fahren wir ca 100 km bis kurz vor dessen Grenze.

Unser heutiger Schlafplatz ist weder See noch Meer, aber trotzdem am Wasser: ein Flüsschen. Paradies für Kanufahrer… und Mücken. Je nach Sonnenstand sieht es schon richtig herbstlich aus.

Gerd schreibt Tagebuch…

… und hier sind wir grad, beim ‚F‘.

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