Der erste Eindruck der Inseln war ein bisschen ernüchternd.
Wir sind um 14 Uhr von der Fähre runter, fanden uns auf DER Hauptstraße der größten Insel wieder und hatten so gar nicht den Eindruck, überhaupt auf einer Insel zu sein.
Und schon gar nicht in einem Insel“meer“.
Hier hat jede Insel ihren eigenen Campingplatz, die Hauptinsel mehrere, weil die Ålander es nicht mögen, wenn die Womos, Jedermannsrecht hin oder her, überall frei stehen.
Insgesamt hatten wir uns es sehr viel ruhiger vorgestellt, aber nun, die Schweden haben gerade Sommerferien, die Finnen wahrscheinlich auch. Da sind dann einige unterwegs.
Am ersten Abend sind wir nicht wirklich zufrieden mit dem „Preis – Leistungs – Verhältnis.

Das ändert sich am nächsten Tag.
Wir befinden uns auf der Insel Eckerö, 9 km weiter haben wir uns einen schöneren Platz gesucht.. .

… und klappern per Rad die „Sehenswürdigkeiten“ ab
Ne schöne Bucht, leider zur falschen Zeit, Abendsonne hätte sie hübscher aussehen lassen.

Genuss für Mensch…

… Und Tier

Mini Leuchtturm

Das ehemalige Post – und Zollhaus
An der Größe erkennt man die ehemalige Bedeutung, die die Ålandinseln mal hatten.

Hübsche Buchten

Schöne Aussichten

Und schönerer Platz als gestern.
Leider zu viele Mücken. Mit denen müssen wir uns anfreunden. Sowie der Wind nachlässt, sind sie da. Grrrr. Da freut man sich echt über Wind.

Wetterbericht: bisher immer um die 25 Grad.
Dieses Wochenende soll es Dauerregen und Sturm geben. Igitt.
Samstag um 13 Uhr soll’s losgehen.
Wir haben nicht genug Brot. Der nächste „Supermarkt“, jede Insel hat Einen, ist 14 km entfernt.
Banger Blick morgens auf die Wetterapp: ok, hat sich geändert. Soll gar nicht so schlecht werden und vor allem erst abends regnen.
Wir wagen es mit dem Fahrrad zu „Hugos Livsmedel“ (=Lebensmittel) zu fahren.

Gegenwind hin, aber auch zurück… Wie immer.
Regenjacke haben wir umsonst dabei.
Hugos Livsmedel ist eine Art „Forum“ im Åland – Style.

Dorfladen, Apotheke, Tankstelle, Post, Defi, Feuerlöscher und Klo. Hier gibt’s alles.


Und super leckeres Brot haben wir auch bekommen 😉
Im Brotregal lernen wir die heutige Lektion unseres Finnisch Vokabulars:
„semla“. Evtl brauchen wir das ja.

Wir wissen immer noch nicht, wie die Buchung, Preise und Fahrten mit den Fähren zwischen den Inseln funktionieren, die nicht wie Eckerö und Hammlinge mit ner Brücke verbunden sind.
Ich suche in meinem schlauen Tacho nach Tourist-info und kommen prompt an einer vorbei.
Dankeschön. Touristinfo auf Åland…

Alles klar, hier bekommen wir keine neuen Ålands – Trafiken Erkenntnisse.
Da ist ein Schild zur Kirka schon eindeutiger. Leider ist die Kirka verschlossen.

Auch der Smartpark hat schon bessere Zeiten gesehen. Was auch immer das mal war?!

Immer noch trocken, kleiner Umweg möglich, bedeutet kleine Windmühle sehen.

Wir kommen an einem Campingplatz vorbei, der mich an unsere Schweden – Åland – Fähre erinnert.
Nicht nur Campingplatz, sondern ein „Resort“ mit x Hütten, eher Wohncontainer, Bespaßung in Form von Minigolf, Cafés usw. Und: einem Trail run – Pfad und einer Mountainbike – Strecke.
Ich schicke Gerd als Spion voraus…. Und verweigere dann das Abenteuer.

Setze mich lieber mit Meerblick, waren gestern drin, 17 Grad, Gerd ist nur rein und raus, hin und schreibe Blog.
Gerd ist mit Fotoapparat zu Fuß unterwegs.
Mal auf die Ausbeute warten.

PS: Finnlines hat geantwortet, dass die Mitarbeiter normalerweise genau Bescheid wissen, was man buchen soll und was nicht… Aber sie sehen ein, dass es ein besch… Urlaubsstart für uns war und kommen uns entgegen, wenn wir dann wirklich mal weiter Richtung Finnland wollen. Wird sich zeigen.
Link zu MyMaps Google: https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1bhLCCfMifGzBHfAHf27icJZz3YeVCxk&ll=60.25895356372085%2C19.60864880276935&z=10