2 Landeshauptstädte in 2 Tagen. Wow. Das haben wir noch nicht erlebt.
Kurz vor Tallinn, ca 500.000 Einwohner.

Von der Fähre runter gibt’s hier keine Stadtumgehungsstraße, sondern man fährt durch die City. Wir haben den ersten Kontakt mit estischen Autofahrern, unangenehm. Hupen, drängeln, lassen einen nicht die Spur wechseln.
Nicht gerade entspannend.
Ca. 25km außerhalb haben wir uns nen Campingplatz mit Zug – Anbindung ausgesucht.
Nicht hübsch, aber zweckmäßig. Und mit hübschem Regenbogen über hässlichen Campern.

Die Landschaft ist sehr eben, die Orte erinnern an Plattenbauten der DDR.


Weil das Wetter und die Gegend nicht schön sind, machen wir uns ein farbenfrohes Abendessen, heute mal mit Salat.

Hoffentlich ist es morgen schöner. Ist es.

Ticketkauf? Komische Geschichte. Man hält im Zug seine Kreditkarte hin, gibt ein wohin, wie alt… usw. und der Betrag 1,70€. p. P. wird abgebucht. Man hat kein Ticket, kein Beleg im Handy. Hä? Die Esten zahlen nichts.
Die Kontrolleurin geht durch, man muss das Handy an ihr Lesegerät halten und es zeigt ihr, dass wir ein Ticket haben. Ganz schön digital, aufregend und modern.
Tallinn hat uns super gut gefallen.

Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe.
Eine Stadtmauer umschließt sie.
Und von oben hat man einen Premiumblick.

Schöne Gebäude

Die deutsche Botschaft

Die russische Botschaft, schwer bewacht und viele Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine bzw. Aufforderung zu Wiederstand gegen Putin.


Ne riesige orthodoxe Kirche. Uns hat die in Turku besser gefallen.


Ein Blick aufs Rathaus

Nette Gasse beim Dominikanerkloster


Ein kleiner KI – gesteuerter Roboter läuft mit einem Japaner (oder umgekehrt?) rum. Er schüttelt jedem, der mag, z. B. dem Polizisten, die Hand, auch einen (Roboter-) Hund hat er dabei. Strange…

Die „alte Apotheke“ ist seit 1422 in diesem Gebäude und immer noch ganz normal in Betrieb. Vorne liegen jetzt die „modernen“ Sachen, die in Apotheken eben so in der ersten Reihe sind: Durchfall, Erkältung etc.
Und weiter hinten die „alten“ sehenswerten.

Und dann geht’s in die Neustadt mit ihren nicht weniger interessanten Gebäuden.





Was iist an diesem Bild wichtig?… Man mag unterschiedlicher Meinung sein, aber ich wollte den Schornstein im Hintergrund knipsen, denn der ist der aus dem Film „The Stalker“, der zu weiten Teilen hier gedreht wurde.
Kelpies? Hier? Ich wähnte die exklusiv in Schottland.


Und auch andere, nicht „Hochglanz“ Ecken, aber nicht weniger interessant.

Zum Beispiel der „Alko“. In Estland gibt’s zwar Alkohol auch in Supermärkten, aber trotzdem gibt es die Alkos. Wir waren nicht drin (ehrlich). Ich weiß also nicht, was es da noch Schönes gibt. Vielleicht n Fehler?

Und völlig platt, wie immer nach Stadttouren geht’s wieder zum Bahnhof (8! Gleise), bei dem es keinen Gleisplan gibt. Man muss die Gleise ablaufen und schauen, wo der Zug fährt, den man nehmen will.

Beim Fahrkartenkauf (im Zug, siehe oben) bietet mir ein netter junger Mann seine Hilfe an. „Can I help you?“, als ich nicht weiter komme…
Nett 🙂
Als nächstes werde ich wahrscheinlich gefragt ob man mir über die Straße helfen soll.
Die Menschen hier sind sonst eher „spröde“. Sie gehen nicht auf einen zu wie in Finnland oder Skandinavien erlebt haben. Erst, wenn man „ins Gespräch“ kommt, tauen sie auf.
Wie schön, dass estnisch scheinbar leichter ist als finnisch… Nee, leider nicht wirklich. Es gibt nur der Vergangenheit geschuldet bzw. sei Dank einige deutsche Wörter, die uns erfreuen.

Am nächsten Morgen am Campingplatz kommen wir, das geht leicht, weil er deutsch spricht, mit dem Fahrer eines OA – OY 000 ins Gespräch. Sie wohnen im alten Schulhaus in Oy und waren letztes Jahr schon in Estland auf der Insel Saareema, haben die Nachbar-Insel Hiuuma nicht mehr geschafft, weil Saareema so schön war, dass sie dort länger als geplant geblieben sind und dieses Jahr auf Hiuuma waren. Genauso begeistert wie von Saareema.
Ganz spontan verwerfen wir den Gedanken „wir haben jetzt genug Inseln gesehen“
Da wir eh keinen bzw nur einen Reiseführer aus der Onleihe haben fällt es uns leicht.
Also geht’s am nächsten Morgen weiter nach Saareema.
Die Fähren verkehren im Halbstundentakt.
