Strada Chiusa

Heute Nachmittag soll es Schauer geben. Wir sind also heute ein bisschen flotter als gestern mit unserer Tourenauswahl.

Ein banger Blick auf meinen Reifen : Luft hat gehalten, Dichtmilch – Ehre gerettet.

Allerdings legt Gerd heute früh eine Bastelstunde an seinem Fahrrad ein. Er hat gestern festgestellt, dass er bergab keine Chance hat „gegen mich“. Das geht natürlich gar nicht. Und nachdem es eigentlich auch nicht an meiner Geschwindigkeit sondern an seinen festen Bremsen lag, baut er sie aus, repariert was dran, baut neue Beläge und dann die ganzen Bremsen wieder ein. 

Und siehe da, heute kann er mit mir mithalten. Allerdings bin ich auch ein bisschen gehemmt, weil ich Angst habe, dass mir/meinem Reifen wieder die Luft ausgeht und wenn das bergab passiert, kann das schnell mal außer Kontrolle geraten.

Egal, heute „kommt Gerd mit“.

Die heutige Tour gleicht in Teilen der „Magnifica Comunità“ – Runde, hat nur hinten dran noch n „Auswuchs“ und heißt daher „Die Schützengräben und das Biotop Brozzin Tour“

Auf dem Val di Fiemme Radweg eine hübsche Brücke

Dann geht’s rauf. Nette Aussichten

Wir fahren an ganz vielen Pferden und Eseln vorbei. Denen geht’s gut hier! 

Irgendwie verfolgt uns dieses „Strada Chiusa“. Ein keines Trauma haben wir von vor paar Tagen, als wir wirklich nicht mehr weiter kamen (Holzarbeiten). Dieses Mal soll die Sperre nach 500m sein. Wir sind mutig und denken, die 500m zurück machen dann ja nichts. Eine Alternative außer Tour abbrechen und zurück fahren hätten wir nicht gehabt. 

Dieses Mal haben wir Glück. Nach einem Hangrutsch ist der Weg zwar für Autos ungeeignet, aber wir und unsere Fahrräder sind ja „schlank und leicht“. 

Die Schützengräben entpuppen sich als Flop. Aber klar, nach 1918 sind die Bäume ein „wenig“ gewachsen. Man erkennt ne Rinne, ist aber nicht so spektakulär. 

Das Biotop erkennen wir als solches auch nicht. Es steht ein Wegweiser am Wegrand. Allerdings müssten wir anscheinend dorthin laufen, keine Ahnung wie weit es wäre, und die Wolken werden immer dunkler… Wir lassen das Biotop sausen. 

Für den Fall, dass wir telefonieren müssen, finden wir eine alte – in England geklaute?) Telefonzelle. Ohne Telefon – gut dass wir nicht telefonieren wollen. 

Leider werden die Wolken nicht nur dunkler. Es fängt an zu regnen. Wir machen uns „regenfein“. 

Wie im April wird es wieder trocken, wieder ausziehen…. Wieder „schönes Wetter“

Und dann fängt es doch noch so richtig an und wir fahren die letzten km so schnell wir können. Doof, dass bei 25km/h der Motor abschaltet.

Alles ist nass, aber das kennen wir ja von anderen Urlauben, dass man auf kleinem Raum viele nasse Sachen aufhängen muss. 

Hoffentlich sind sie morgen wieder trocken und hoffentlich ist das Wetter morgen trocken.

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