Letzter Tag – letzte Tour: wenn es morgens so richtig super schön gewesen wäre, hätten wir tatsächlich die Tour ins Val Venegia und Baita Segantini wiederholt. Sie war so traumhaft schön, hat aber darunter gelitten, dass es so bitterkalt war und wir vom obersten und schönsten Punkt so schnell wie möglich wegen Kälte weg mussten.
Der Blick aus dem Fenster sagt uns allerdings, dass es sicher nicht sonnig bleiben wird. Gefroren haben wir Anfang der Woche genug.
Das Val di Fassa kennen wir auch nur im unteren Teil. Also fahren wir zum Urlaubsabschluss einfach mal ne Genusstour und rollen den Dolomiten Radweg hoch bis ans Ende des Fassatals.
Zuerst kommen wir an der Baustelle vorbei, die vermutlich das Skisprung Stadion für Olympia 2026 wird. Da gibt’s noch genug zu tun. Lustigerweise heißt Skispringen hier Salto di Ski.

Der Radweg gleicht dem Verlauf des berühmten Marcialonga, einem 70km Langlauf, klassisch, Preisgeld 5300€ für den Sieger.
Die ganze Woche haben wir schon die Markierungen überall gesehen.
Wir beginnen wieder mit einer Strada Chiusa…

Merkwürdig. Die sperren einfach kommentarlos ab, keine Umleitung, kein Grund. So langsam nerven sie hier, die Italiener.
Hier stehen im Winter dann die Kameras und jubelnden Zuschauer

Leider habe ich kein Preisgeld gewonnen.
Wir sehen das Ergebnis der vielen gesperrten Wege. Wie klein ich bin …


In Moena wird unser Grauschaf im Rucksack unruhig. Sie will kurz ihre italienischen Freunde besuchen

Die Höhenmeter gehen so dahin.
Wir passieren den einen oder anderen schönen Ort. Auf dem Hinweg hatte ich mir von Petrus gewünscht, dass er bitte die Wolke über dem hohen Berg noch wegmacht. Er hat auf mich gehört.

Als ob uns dieses Strada Chiusa diese Woche nicht schon gereicht hätte, steht plötzlich in einem Dorf mitten im Weg ein dicker Baulaster.

Wir haben den „Kaffee auf“ von diesen vielen Weg-Suchereien und quetschen uns am Fahrzeug vorbei.
Was die Bauarbeiter (vorher haben wir sie nicht gesehen) dazu bringt ihre Tätigkeiten zu unterbrechen und mit sicher nicht gerade netten Worten zu sagen, dass der Weg gesperrt ist und dann noch n Foto… Gut, dass wir kein italienisch verstehen. War nicht nett.
In Pozza di Fassa schauen wir uns eine Kirche an, die mal ganz nach meinem Geschmack ist. Nüchtern, schnörkellos, schön.


Ohne Worte

In Canazei bin ich doch ein bisschen enttäuscht. Ich hatte impliziert, Pass hoch bedeutet oben auf der anderen Seite runter schauen zu können. War aber nicht. Der eine Pass geht in den nächsten über. Naja, egal. Schöne Aussichten hatten wir ja jetzt auch wirklich im Überfluss.
Brotzeit Bank gesucht und gefunden

Und wieder zurück nach unten.

Ein Soraga – Postkarten – Foto

Und für das „Kind im Manne“ macht Gerd einen Abstecher zu einem kleinen Bike Parcours am Wegesrand. Die größeren schwierigeren Hindernisse und Sprünge durfte er nicht machen. Schließlich müssen wir morgen heim. Vielleicht wollte er es auch gar nicht. Wir haben es nicht ausdiskutiert…
Nach immerhin 65km und knapp 1000Hm kommen wir voller Bewunderung für die, die das mit Ski bergauf und vor allem bergab machen wieder in Predazzo an. Ein letztes Mal Pizza essen. Ein letzter Urlaubsabend.
Insgesamt haben wir in unserem „Trainingslager“ 437 Km + 9764 Hm (minus die 1350m geschummelten mit der Bahn) = 8414m gemacht. Nun brauche ich Zeit zum Erholen.
PS: Eine Woche bis Dart in Basel