30 km weiter Richtung Norden, ein kleines bisschen näher an den Vogesen, Wassellonne.
Wir haben einen Campingplatz mit guten Bewertungen für 13,50€/Nacht gefunden.
Den nehmen wir!
Völlig leer, völlig nette Campingplatz-Wartin, die uns, obwohl wir mal wieder in der Mittagszeit kommen, die Schranke aufmacht und meint, wir sollen uns einfach irgendwo hinstellen und später dann mal vorbei kommen. Klasse!
Wir beschließen spontan, hier mindestens zwei Nächte zu bleiben. Und es werden dann vier.
Perfekt, dass im Büro auch noch Radtouren Vorschläge liegen. Die VéloAlsace Seite nervt, weil man nur durch 100x klicken auf ne Tour stößt und dann beim download ne txt statt gpx Datei rauskommt.

Aber diese zwei Karten hier, eine für Rennrad/Gravel, eine für Mountainbike sind perfekt. Tour raus suchen, QR Code scannen, fertig.
Allerdings sind wir hier nicht mehr an der Weinstraße, sondern im Vogesen-Vorland. Und daher viele Wälder.
Morgens ist es so richtig kalt und wir suchen uns fürs Frühstück ein Eckchen, wo schon Sonne scheint.

Bei unserer ersten Tour sind wir quasi durchgehend im Wald. Schön, aber irgendwann reicht’s.
Aber was viiiiiel unangenehmer (für mich) ist: Mountainbike – Tourenplaner haben hier scheinbar versucht, möglichst viele Singletrails am besten zu verbinden?
Und so mutiere ich zur“ Queen of Singletrails“ und kämpfe mich tapfer von einem Singletrail zum nächsten.

Höhenmeter macht man damit natürlich auch, sie gehen schließlich entweder bergauf oder bergab. Gerade gibt’s nicht.

Immerhin gibt’s dann auch mal wieder n Weinberg (Berg!) als Brotzeitplatz.



Und in den Dörfern immer wieder Störche, überall.

Dann wieder Singletrails,

sogar IM Dorf…

An einem Tag an einem Weiher stehen viele Autos. Es entpuppt sich (scheinbar) als Wettangeln? Keine Ahnung, überall sitzen Angler. Und im Festzelt ist noch tote Hose. Oder gibt’s Fisch und den angeln sie gerade? Sehr merkwürdig.

Manchmal legen sich Bäume in den Weg. Da hilft nur „Handarbeit“

Manchmal stören Schranken den „Flow“

Manchmal wäre es hilfreich, noch kleiner zu sein.

Und manchmal springt dann doch mal eine schöne Aussicht dabei raus..

Oder n schönes Dörfchen, hier „Wangen“

Mein Blick, als Gerd einfällt, dass wir heute noch was einkaufen müssen…

Der Campingplatz ist inzwischen voll. Es ist das lange 1. Mai Wochenende. Hier ist alles vertreten:
Ein Pärchen, das nachts um 10 erst ankommt und im dunkeln ne halbe Stunde versucht ein Igluzelt aufzustellen. Bis sie mir leid tun und ich ihnen unsere Taschenlampe leihe, mit deren Hilfe sie eine weitere halbe Stunde brauchen.
Am nächsten Morgen kommt die Frau zu uns ans Womo, völlig ungepflegt, hatte ich im Dunkeln nicht gesehen und sagt, sie sei obdachlos und ob ich Arbeit für sie habe… Nee hab ich nicht.
Holländer, die einen Platz fürn Wohnwagen brauchen, einen fürs Auto und sich, auf der Suche nach wärmender Sonne auf einen dritten stellen.
Eine 8er Gruppe Deutscher aus Speyer, die sich auf 4 Plätze verteilen und neben/gegenüber von uns stellen und die uns an deren Speiseplan, Kindererziehung usw. teilhaben lassen.
Wir ziehen ein Stückchen um…

Ein anderer Holländer, der sehr großzügig seinen Wohnwagen an einen schönen Eckplatz gestellt hat, sein Auto auf den Platz daneben, aber den fatalen Fehler begangen hat, einen Ausflug mit dem Auto zu machen.
Als er heim kam, war er von beiden Seiten eingeparkt und falls er nun abreisen will, muss seine Nachbarin ihr Zelt abbauen.
Und eine Karlsruher Gemeinschaft, die mittags ca. 30 leere kleine Feiglingfläschchen auf ihren natürlich zusammen gestellten Tischen hat…
Aus „Datenschutz“ Gründen alles ohne Fotos..
Soweit unsere Campinggeschichten 🙂
Und: NEIN! Ich mag keine Singletrails! Und NEIN! Ich will das auch nicht üben!!
