Munster ohne „ü“ und n Weingut ohne Wein

Leider war an unserem Traumplatz gestern nur die Lage traumhaft.

Am Abend füllt sich der Parkplatz zumindest zu 2/3 mit Autos, die aber, so hoffen wir, später wieder wegfahren.

Zu ihnen gesellt sich eine kleine Gruppe Jugendlicher, die zunächst fröhlich auf dem benachbarten Bolzplatz Fußball spielen.

Als ihnen das zu langweilig wird, packen sie anscheinend reichlich alkoholische Getränke aus. Es wird lauter und lauter.

Auch als wir um halb zwölf ins Bett gehen, sind sie noch ca. 50m entfernt zugange. Wir scheinen sie nicht zu stören und wir hoffen, dass das auch später noch so bleibt.

Das erste Mal auf dieser Reise machen wir unsere Rollos runter, um nicht nachts irgendwann mal nen Taschenlampen-Strahl ins Gesicht zu kriegen.

Die wegfahrenden Autos stören uns nicht mehr. Das Grauschafmobil ist dadurch, dass es durch und durch ne Blechbüchse ist, gut schall isoliert.

Wir fahren am Morgen sagenhafte 20 km  Richtung Munstertal weiter.

Heute ist eine Premiere: wir übernachten das erste Mal mit „France Passion“, dem französischen Original von „Landvergnügen“.

Es wird ein Weingut nahe Zimmerbach werden.

Heile Welt hier 

Wir verzichten darauf anzurufen, kommen an und klingeln einfach. Es ist Sonntag, auf unsere Nachfrage, halb deutsch, halb französisch, zeigt uns Alphons oder auch sein Sohn?? völlig nett, wo wir parken dürfen, Schatten? Sonne? Wie wir wollen. Aber: Wein gibt’s heute keinen.

Mist! Na gut, dann kaufen wir morgen einen.

Das ist das Prinzip dieser Weingut- oder Bauernhof – Übernachtungen. Man steht umsonst, kauft aber im Hofladen ein.

Am späten Nachmittag machen wir noch eine kleine „wo ist denn der nächste Bäcker“? – Runde nach Turkheim. 

Süß. Ein Mini Bahnübergang mit Mini – Ampel 

Wir schlafen wesentlich besser als letzte Nacht.

Vor allem ruhiger. 

Die Nacht ist mal wieder kalt, schade! Die letzten Nächte waren so, dass man beim ausziehen, waschen usw. nicht gefroren hat und auch mal n Arm auf der Bettdecke statt darunter liegen konnte. 

Die Temperatur heute früh: 7°.

Zum radeln ins Munstertal ist wieder Winter – Equipment nötig. 

Hier ist es schon hügeliger, aber wir sehen auf dem Vogesenkamm Schnee. Da wollen wir später noch hin. Schön, wenn man so viel Zeit hat, dass man einfach sagen kann, „jetzt fahren wir erst mal weiter nach Norden und kommen in ein /zwei Wochen wieder, wenn’s da oben auch grün ist“. 

In Munster machen wir Päuschen. 

Toller riesiger uralter Mammutbaum. 

Unser Versuch, Munsterkäse (und n Bier wäre auch noch schön gewesen) zu kaufen scheitert heute nicht daran, dass Sonntag ist sondern, dass es hier so verschlafen ist, dass die kleinen Läden einfach mittags 3 Std. geschlossen haben. 

Dann leider ohne und wir rollen talabwärts wieder zu „unserem“ Weingut, kaufen im Hofladen Wein ein und freuen uns über den schönen Tag. 

Unsere Womo Erfahrungen werden immer mehr: inzwischen wissen wir, dass der Strom, den man an Bauernhof oder Weingut nicht hat, nicht der limitierende Faktor des autarken Stehens ist, das Solarpanel leistet gute Arbeit, auch bei Bewölkung macht es n bisschen Strom und wir brauchen ja eigentlich fast nur für n Kühlschrank Strom. Limitierend ist das Volumen des Toilettenbehälters , denn auf n Hof darf man natürlich nicht pinkeln. Nach 3-4 Tagen ist er voll. Unsere Billig – Trenn – Toiletten Lösung macht sich hervorragend und wenn wir einen „vollen“ Hundeklobeutel haben, dann nehmen wir ihn einfach mit bei der nächsten Tour.. Mülleimer gibt’s genug.

Nur falls das jemand interessiert…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert