Kemeri NP und Geisterstadt Irbene

Bevor wir Riga verlassen, frühstücken wir nochmal mit Riverview… und den letzten des Kilos Erdbeeren von gestern.

Dann fahren wir aus Stadt raus Richtung Kemeri Nationalpark.

Seltsame Kugeln vor hässlichen Häusern. Es soll wohl mal ein Park werden. Ist auch nötig, wenn man in diesem Häusern wohnt.

Im Nationalpark angekommen, machen wir die vorgeschlagene Wanderung. 

Holzstege durchs Moor 

Dann n Aussichtsturm mit super Rundumblick.

Wir überholen einen Spanier, der fast alles was mini ist fotografiert und fragen ihn, was er da so sieht. 

Und er zeigt mir auf ner alten „normalen“ Digitalkamera, noch älter als unsere Sony, dass er z. B. fleischfressende Pflanzen gefunden hat. 

Ab dann mach ich mich auf die Suche… 

Und finde auch hungrige. Es ist nicht sehr „komfortabel“, so was zu fotografieren, weil man ja auf nem Steg 10cm über dem Boden ist und diese Pflanzen so mini. 

Wir glauben es ist Morgentau oder eine Verwandte. 

Und Grauschaf kann wieder Seen sehen, sehen Seen? Sie kommt langsam durcheinander. 

Zurück zum Grauschafmobil, das auf uns wartet. Es ist der Parkplatz des Nationalparks.

Trotzdem sind wir nicht glücklich mit unseren Nachbarn. Drei Männer, evtl. Vater mit 2 Söhnen, 18-30 Jahre. Völlig vergammelter Bus, von innen schwarz angemalte Scheiben, alles beschlagen, kein offenes Fenster. Schiebetür geht nur auf wenn man von innen durch die Beifahrertür langt, zu nur mit krawummmmmm… Und sie parken außerhalb des Parkplatzes. Um die 5€ zu sparen? 

Jedenfalls dachten wir, wir bekommen keine Nachbarn, weil wir ja direkt am Zaun stehen. 

Wir haben jetzt echt n kleines Trauma. 

Alles in allem: sie stehen morgens auch noch da und waren nachts ruhig. XXX 

By the way: seit Estland werden wir quasi dauerüberwacht. Hier sind wirklich überall Kameras. Ob die alles aufzeichnen? Ist irgendwie n komisches Gefühl… 

Passend dazu ist unser nächstes Ziel eine verlassene Stadt: Irbene, Schotterstraße führt dorthin. Rechts und links: nichts.

In der Sowjet – Zeit war hier ein geheimes Radarzentrum. Die Menschen waren quasi kaserniert. Ihnen wurde eine eigene geheime Stadt geschaffen, so dass sie gar kein Bedürfnis hatten, woanders hin zu wollen. Alles war geheim. Mit der Unabhängigkeit Lettlands wurden die Menschen umgesiedelt, die Sowjets zerstörten alles.

Leider verfällt es zusehends. Riesige Wohnsilos, Schule, Sporthallen und – Plätze, Gemeinschaftshäuser waren es einmal. Erkennen kann man nur noch die großen Blocks.

Welcher wäre denn gefällig? 

Ost – oder Westbalkon?

Wahrscheinlich war Osten teurer. 😉

Haustier kann gestellt werden.

Teilmöblierung möglich. Teil!

Fassade schon dekoriert? Oder lieber „Natur“

Dachbegrünung inkl. 

Auch der Eingangsbereich ist schön grün. Auf dem Weg zum Eingang kann man Hagebutten pflücken. 

Grauschaf hat es gut gefallen, aber wohnen möchte sie hier nicht… 

Wir hätten! dort übernachten können, einsam, kein Straßenlärm, „im Grünen“, aber wir ziehen dann doch n idyllischen Platz vor. Genug dieser morbiden Dinge heute… 

Am nächsten Platz kommt es mir so vor, als müsse ich das Aufnahmeprozedere überstehen. Die Platzbetreiberin sprach ausgezeichnet deutsch, aber wir kamen uns vor wie beim Verhör. Sie hat im Befehlston übersetzt, was auf dem Formular stand. Noch bevor ich den englischen Teil (alles mehrsprachig, estnisch, lettisch, litauisch.. mindestens) gefunden hatte, hörte ich die Anweisung in schönstem Ost-Akzent: „Geburtsort“ „Ausstellungsdatum, Rückseite links oben“ „gültig bis…“ andere Seite links unten.“ usw.

Aber ich habe bestanden und wir durften auf dem Platz übernachten… als einzige Gäste. 

Wo ist denn die 2. Garnitur Bettwäsche? 

Und weil es so schönes Wetter war und unsere Schmutzwäschetüte voll, haben wir auch noch den Wäschetest gemacht und: bestanden. Sie war beim einschalten, ausschalten, umräumen in den Trockner, dort wieder raus, überall! dabei. Kontrolle!

Als wir gemeinsam darauf warten, dass die Wäsche fertig wird, kommt unser smalltalk „ins Rollen“. Im Sommer ist hier der Bär los, sagt sie. 

Der Strand ist nur 300m entfernt (stimmt ja gar nicht, waren mehr als 600 und wir sind voll zerstochen worden. 

Aber schön ist er wirklich.

Statt Touristen sind jetzt Fischer da.

Am Aggregatszustand des Nutellas sieht man, dass es mal wieder so warm war, dass alles geschmolzen war. Das hat schon einiges mitgemacht. In Frankreich fast nur mit Meißel zu entnehmen, im Sommer nur mit Löffel. Jetzt mal so, mal so.

Aber es ist ja fast „durch“. Unser Nutella hat einen ganzen Sommer erlebt. Klingt wie ein Thema für einen Schulaufsatz.

Bei ddem linken „B“ sind wir.

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