„Ihre Wartezeit beträgt 5 Monate“

Grauschaf lernt Französisch

Im Lauf des Winters erkennen wir, dass ein eigenes Wohnmobil irgendwie was anderes ist als ein für vier Wochen Geliehenes.

Wir haben, wenn wir losfahren, nicht das Rundum – sorglos – Paket gebucht, sondern sind selbst verantwortlich, falls was nicht funktioniert.

Die Übergabe hat fast 2 Stunden gedauert und ging eigentlich nur um normalen Alltag und nicht um „was machen wir wenn…“

Das Wohnmobil, dass noch keinen vernünftigen Namen hat und von uns liebevoll „Grauschafmobil“ genannt wird, verbringt den Winter in Alfons leerstehenden alten Kuhstall. 

Verteilt über den ganzen Winter kreisen unsere Gedanken rund ums Wohnmobil.

Inspirationen holen wir uns bei der CMT in Stuttgart 

Zum Beispiel zum Thema „Toilette“..Immer Toiletten-Chemie zu benutzen ist für uns keine gute Option und wir versuchen es ab April mal mit einem Basic Trocken-Trenn-Klo. Wir werden sehen… 

Manche Sachen müssen noch gekauft werden und wenn’s um’s schlafen geht, möchte ich auch gerne noch aufrüsten.

Ein Topper muss her. Nicht so einfach bei diesen krummen Maßen eines Kastenwagen – Bettes. Aber natürlich gibt es für jedes Problem eine Lösung und wir machen uns dran eine Schablone unserer Matratze zu kreieren.

Und als der fertige Topper dann kommt, schlafen wir in Nicos Zimmer eine Nacht zur Probe; bestanden!

Auch ein kleines Kissen muss her. Bei 1,40m breitem Bett gehen unsere normalen nicht rein. 

Brauchen wir eigentlich noch zusätzliche Versicherungen? Reicht die Hausrat oder gilt sie überhaupt im Wohnmobil?

Auch technische Dinge wollen gelernt sein. Beim 1. Versuch, die Fahrrad Akkus mit 12 Volt zu laden, hat Gerd gleich mal ne Sicherung geschrottet und gelernt, wo das Sicherungskästchen ist und was man so alles für Ersatz dabei haben könnte….

.. nur für den nächsten Versuch zum Beispiel 😉

Ein Besuch im Campingkaufhaus, da waren wir vorher noch nie, und schon ist der Abschiedsgutschein von meinen Physio-Kolleginnen umgesetzt.

Zum Geburtstag bekomme ich von Nico einen Handtuch – Bademantel – Poncho für die Wege zur Dusche, falls es eine gibt. 

Bevor die Bücherei zwei Monate wegen Renovierung geschlossen wurde, bekommen wir eine Mail, dass wir viele Bücher ausleihen sollen. Die stören eher bei einer Renovierung.

Wir schlagen in der Reiseführerabteilung zu.

Schließlich haben wir noch keine Ahnung, wohin die erste und zweite und dritte und und und Reise führen soll.

Und sauberes Wasser brauchen wir unterwegs auch

Wir beschließen, dass es am 1. April zunächst mal nur für zwei Übernachtungen an den Bodensee geht, nicht zu weit weg, falls wir doch was Wichtiges vergessen haben.

Danach Richtung Frankreich, Elsass.

Unser Grauschaf will uns unterstützen und lernt mit uns per App französisch. Erschreckend, was von 7 Jahren Schul – Französisch hängen geblieben ist, wenn man es seit 46 Jahren nie gebraucht hat.

Wir zählen die Tage bis zum 1. April… 

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