Pokalsieger

Gestern Abend hat die deutsche Basketball Nationalmannschaft den EM – Pokal gewonnen. Bravo.

Heute sind WIR die Pokalsieger!

Beginnen wir den Tag mit Frühstück in unserer Wintergarten-Küche. Pokal für die beste Lage eines Frühstückstisches.

Morgen ist mal wieder schlechtes Wetter angesagt. Wer weiß, wann es wieder schön wird, also planen wir eine Top – Tour zu machen. HP 8, von / nach Hermagor 52 km, 870 Hm, alle am Stück, lang genug. Dazu kommen die 149 Hm auf m Rückweg zurück zu unserem Waldhof….

Los geht’s 

Zunächst durch fast undurchsichtigen Wald immer bergauf.  Nur selten kann man einen Blick nach unten erhaschen. 

Die Egger Alm entpuppt sich als Ansammlung von Häusern, ehemaligen Alm-Hütten. Bauern und erst recht Hirten sucht man vergebens. Sieht hübsch aus, aber mindestens jede 2. Hütte hat einen Namen und wird hausweise bzw. hüttenweise vermietet. Bett im DZ oder Lager, ganz nach Geldbeutel oder Urlaubsbudget.

Der folgende Weg zur Dellacher Alm läuft fast ohne Steigungen 4 km an Kühen und einem Mini See vorbei.

Und die Dellacher Alm ist das Pendant zur Egger Alm, nur ohne Leute, dafür ein Bauernhof.

Als ob das nicht reicht, schlage ich (!!) vor, wir könnten ja, wenn wir schon hier oben sind, noch auf die Poludnik-Alm + ca. 370 Hm radeln.

Nach ein paar Überlegungen, ob das echt ne gute Idee ist und ob wir das ohne Navi finden, starten wir.

Was folgt sind einige Orientierungs-Schwierigkeiten weil ich nicht wahrhaben will, dass ich, obwohl die Alm 370m ÜBER und liegt, erstmal bergab radeln soll. Es folgt der schönste Streckenteil der ganzen Tour. Endlich haben wir Aussicht ohne Ende ganz nach meinem Geschmack.

Höchster Punkt für heute erreicht: Poludniker Alm, völlig menschenleer.

Wie überall ist es oben kälter als unten und wie immer zieh ich ziemlich viel an für die Abfahrt.

1400 Hm (Pokal) geht’s jetzt runter – hintereinander.

Die ersten paar hundert Hm sind so die Grenze meines abfahrerischen Könnens: steil, lose dicke Steine, keine „Linie“ ausmachbar „da werde ich fahren“, Puls 150, hä? Hier geht’s steil runter NICHT rauf! Absteigen geht nicht, war mir zu steil, hätte die restliche schwere Strecke schieben müssen. Also keine Option: erst hoch quälen, dann bergab schieben. 

Die nächsten paar hundert Hm sind technisch für mich gut zu fahren, aber ständig auf der Bremse hängen ist auch anstrengend. 

Und zwischendurch auch richtig schön in Serpentinen (Suchbild).

Aber nach 1300 Hm, heiß gelaufenen Bremsen und Händen… bin ich echt froh wieder im Tal zu sein (Gailtal, wie passend)

Nach kurzem Stopp mit Müsliriegel – ohne Foto, zu erschöpft – geht’s am Gailtal Radweg 14km zurück nach Hermagor und dann als Krönung die 149 Hm zum Waldhof, der eigentlich besser Berghof heißen müsste…

Pokal für meiste Höhenmeter, meiste km, längste Strecke, und mein ganz persönlicher Pokal für „Angstpuls bei Abfahrt“ und am Abend Pokal für „Kaputt sein“. Meine Garmin Uhr meint ich brauche jetzt 30 Std Erholung, aha.

Na, gut, dass es morgen regnet.

Brigitte, unsere Gastgeberin ist beeindruckt „Ihr seid’s aber sportliche Gäste“.

Ich widerspreche nicht.

Hausfrauen“pflichten“ auf dem Südbalkon mit Blick auf die karnischen Alpen.

Statt kochen gehen wir abends essen. Kärntner Küche im Gasthof Waldemar, nur 2 km von der Unterkunft entfernt, aber heute verweigere ich, dorthin zu Fuß zu gehen.

Meine Beine….

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